Motorbike Tour in Thakek, interessante Busfahrten

Wie es der Zufall wollte, waren wir in Vang Vieng während der wichtigste laotische Feiertag statt fand. Das Ende der Regenzeit und somit die Ehrung der neuen Mönche wurde über zwei Tage hinweg mit Drachenbootrennen, Musik und traditionellem Essen gefeiert. Abends konnte man Kerzen auf kunstvoll gefaltenen Bananenblättern auf den Fluss lassen und es gab vereinzelnd kleine Feuerwerke.


Am nächsten Tag sind wir in die relativ unspektakuläre Hauptstadt Vientiane weiter gefahren, haben dort einige schöne Stunden verbracht, um dann unseren Bus nach Thakhek (Zentrallaos) zu nehmen.

In Thakhek angekommen, hatten wir ein super komfortables Guesthouse in dem wir uns einen Tag lang eine Auszeit und ein bisschen Zeit für uns genommen haben. Wir haben ein sehr günstiges und leckeres Restaurant gefunden, das wir oft besucht haben, sodass uns der Besitzer jedes Mal mit einem breiten Lächeln empfangen hat, sobald er uns sah. Fürs Dessert haben wir eine 'Parisien Bakery' für uns entdeckt, in der es warme belgische Waffeln mit Schokoladeneis und Sahne für ganze 1.50€ gab. So ließ es sich aushalten!




Die Gegend um Thakhek herum ist für ihre mehrtägige Motorbike Route unter Backpackern bekannt, die wir auf keinen Fall verpassen wollten. Für ein paar Euro pro Tag haben wir (Carmen, Clara und Charlotte (die Niederländerin mit der wir seit einer Woche gemeinsam reisen)), uns halb automatische Motorbikes ausgeliehen und sind gegen 9 Uhr morgens zum "Thakhek Loop" gestartet.
Leider ließ das Wetter zum Wünschen übrig, sodass wir bis nachmittags durch mehr oder weniger starken Regen fahren mussten, die Natur um uns herum hat uns trotzdem zum Staunen gebracht.
Bewachsene Felsen, strahlend grüne Felder, einheimische Dörfer, Kühe/Ziegen/Wasserbüffel am Straßenrand und einheimische Kinder, die uns zuwinken.












Zwischendurch haben wir ein paar Mal Rast zum Essen gemacht und man hat gleich gemerkt, dass man nun im tiefsten Laos ist, da man mit Englisch nicht weit kam und wir uns nur noch dank Händen und Füßen verständigen konnten.

Zum Ende des ersten Tages hin hörte der Regen auf und das Fahren machte noch mehr Spaß. Im neuen Guesthouse angekommen warteten auch schon andere Bekannte auf uns, die wir aus unserer ersten Bleibe kannten. Das Guesthouse lag an einem großen See und hatte eine überdachte Terrasse mit schönem Ausblick, nahe des Thalang Villages.

Gemeinsam mit allen "Bikern" haben wir zu Abend gegessen, Kartenspiele gespielt und den Abend entspannt ausklingen lassen.
Am zweiten Tag ging die Fahrt weiter, an mehreren Aussichtspunkten vorbei und die ein oder andere Kuhherde stand auch schon mal im Weg.

Die Qualität der Straßen war sehr gut und es gab nur ab und zu mal kleinere Schlaglöcher. Auf den letzten 30km unserer Route des zweiten Tages wurden unsere Fahrkünste jedoch aufs Neue herausgefordert: Anstatt Teer warteten Schotter und tiefe Löcher auf uns, sodass man sich eher wie bei Mario Kart vorkam.

Unsere zweite Unterkunft lag abseits der Strecke umgeben von Dschungel, Kalkfelsen und einem Fluss. Unsere Hütten waren aus Holz und es gab wieder eine hölzerne Terrasse zum Verweilen und essen. Da die meisten die gleiche Strecke fahren haben wir auch hier wieder auf alte Bekannte getroffen.

Am dritten Tag stand dann das Highlight der Tour an: Die Kong Lor Cave. Eine 7.5 km lange Höhle, die man mit einem schmalen Holzboot durchquert, lediglich mit einer Kopflampe ausgerüstet.Auf der Hälfte des Weges haben wir eine Zeit lang angehalten und zu Fuß die außergewöhnlich geformten Felsen und Tropfsteine der Höhle erkundet. Schon allein für diese Höhle hat sich die Tour gelohnt!
Nach einem Snack zum Mittagessen ging es wieder zurück nach Thakhek.
Die langen Strecken steckten uns abends echt in den Knochen also ging's zur Abwechslung mal wieder zu unserem Lieblingsrestaurant.
In dieser Woche hatten wir mehrere längere Gespräche mit Einheimischen, in welchen wir die Denk- und Lebensweisen der Einheimischen in Laos besser kennen gelernt haben, was uns sehr beeindruckt und auch gefreut hat.

Nun ging unsere Reise weiter nach Süden und zwar erneut mit dem 'local bus'. Die Reiserouten in Zentral-/ bzw Südlaos sind lediglich mit dem Bus der Einhemischen zu befahren, was na ja .... sagen wir mal jedes mal aufs Neue ein Abendteuer ist!
Alte klapprige Sitze, gelb verfärbte Gardinen, die Sitznachbarin hinter einem die alle drei Minuten aus tiefster Lunge in eine Tüte rotzt, oder die gefühlten zwölf Frauen die sich während der kurzen Stopps mit ganzen gebratenen Hühnchen am Spieß in den Bus drängen bringen einen abwechselnd mal zum Schmunzeln, mal zum Verzweifeln.

Gut war auch, als wir während einer der Pausen pinkeln gehen wollten und dafür extra ein paar Meter vor dem Bus in einem Busch verschwinden wollten, aber nichts da, der Busfahrer dachte sich 'hey, fahren wir einfach mal hinterher'.
Für jeden Spaß zu haben die Laoten....







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