In love with Laos
Unsere letzten Tage in Thailand haben wir dann in der nahe gelegenen Stadt Chiang Rai verbracht. Dort haben wir in einem netten Gästehaus mit Pool gewohnt, dass wir uns einzig und alleine mit einem Rentner aus Neuseeland teilen durften.
Außerdem haben wir Freunde aus Chiang Mai wieder getroffen und haben zusammen einen Ausflug zum "Golden Triangle" gemacht, der Ort an dem die Grenzen von Thailand, Myanmar und Laos aufeinander treffen.
An unserem letzten Abend sind wir dann noch zu einem thailändischen Yoga Kurs gegangen, also alles in allem waren die letzten drei Tage sehr entspannt und relaxed.
Das wohl einprägendste Erlebnis war der Besuch einer ansässigen Bäckerei, bei dem wir welche der leckersten Kekse aller Zeiten gegessen haben, kleine Förmchen aus Mürbeteig mit Cashewnüssen, Rosinen und Honigcreme gefüllt. Wirklich wirklich gut!
Danach begann für uns eine zähe aber aufregende Reise Richtung Laos. Diese führte uns zuerst per Minivan an die thailändisch-laotische Grenze sowie zu unserem Haupttransportmittel, nämlich einem Slowboat.
Dieses brachte uns im Laufe einer zweitägigen Tour über Pakbeng auf dem Mekong Delta (Fluss) nach Luang Prabang.
Dabei zog sich besonders der zweite Tag auf dem Boot sehr, da wir ein anderes Boot hatten, welches wesentlich schmaler und kleiner war als das vom 1. Tag. Außerdem schliefen viele ihren Kater aus, da am 1. Tag schon auf dem Boot Party gemacht wurde, welche sich abends in Pakbeng in der einzig vorhanden Bar fortsetze. Interessant war auch die beschriebene Tafel, die wir dort vorgefunden haben ...
Trotzdem haben wir wieder viele super nette und interessante Leute auf der Bootsfahrt kennen gelernt und waren den restlichen Luang Prabang Aufenthalt mit ihnen unterwegs.
unterwegs.
Luang Prabang ist eine super entspannte Kleinstadt mit leckeren Bäckereien, einem belebten Nachtmarkt, wo man für 1.50€ ein all you can eat buffet inklusive Nachtisch bekommen hat, und einer schönen Umgebung.
Generell ist unser Eindruck von Laos bis jetzt sehr positiv, die Menschen sind sehr nett und die Natur zeigt alle möglichen Grüntöne, Flüsse und hohe bewachsene Berge.
Am ersten Tag sind wir mit einer Truppe mit dem Fahrrad zu einem nahegelegenen Nationalpark gefahren.
Dort sind gewandert, sind im Wasserfall geschwommen und auch unter die Höhle des Wasserfalls getaucht, Natur vom feinsten!
Mittags sind wir in einem Bergdorf "eingekehrt" (@Thomas) in dem wir von fröhlichen einheimischen Kindern im Dortmund Trikot empfangen wurden.
Am zweiten Tag haben wir einen der schönsten Wasserfälle den wir je gesehen haben besucht. Ich glaube Bilder sagen mehr als Worte...
Außerdem sind wir an einem morgen gegen 6 Uhr aufgestanden, um die tägliche Almosenzeremonie der Mönche zu beobachten.
Unser nächster Stopp hier in Laos heißt Vang Vieng. Zur Zeit begleitet uns eine 23-jährige aus Holland mit der wir uns super verstehen.
Hier haben wir eine eintägige Tour gebucht, die uns zuerst hoch in die Berge zu einer Zipline-Tour brachte.
Außer uns gab es genau zwei weitere Europäer, ansonsten waren wir während des gesamten Tages umzingelt von Koreanern. Das lag nämlich daran (wie wir später heraus gefunden haben), dass zu dem Zeitpunkt 1. Feiertag in Korea war und 2. es eine beliebte TV-Show gibt, in der koreanische Backpacker Laos bereisen, die einen riesigen Hype für Laos ausgelöst hat. Interessant zu erwähnen ist auch, dass diese wenn sie denn schon Urlaub machen, ihre Großfamilie konplett mitnehmen und in fetten BMWs, Range Rovern oder Mercedes bis nach Laos cruisen.
Somit standen wir dann auf den Zipline Plattformen umgeben von Koreanerinnen, die offensichtlich noch nie in einem Kletterpark waren, da einige direkt anfingen zu weinen, oder aber ohne jeglichen Zusammenhang zu schreien. So standen wir im idyllischen grünen Laos, mit einem atemberaubenden Ausblick über grün bewachsene Berge und Reisfelder, begleitet von kreischenden Koreanern.
Was man ihnen aber wirklich lassen muss, alle waren total freundlich, haben sich alle überwunden und den Zipline Parkour bis zum Ende durchgezogen und sich gegenseitig motiviert!
Zum Mittagessen gab es gebratenen Reis, Grillspieße und Baguette bevor es zur Kajaktour weiterging.
Unsere laotischen Guides hatten tierischen Spaß daran, uns alle mit den Paddeln nass zu machen, sodass wir auch ohne reinfallen klitsch nass waren.
Unser Endziel war die sogenannte blaue Lagune. Ein kleiner idyllischer See, mit einer Schaukel zum entspannen. Wären da nicht die 50 Koreaner und Chinesen, die aufgeregt mit ihren Kameras sämtliche Personen filmen, die von einem circa 4 Meter hohen Baumstamm ins Wasser springen. Hinzu kommt, dass die meisten, die auch geschwommen sind, gar nicht schwimmen können und mit Schwimmwesten und Schwimmflügeln im See rumgetrieben sind. Zum fortbewegen waren durch
Einige trauten sich auch vom Baumstamm zu springen, und wurden daraufhin wortwörtlich aus dem Wasser geangelt, da sie zwar springen konnten, danach aber hilflos rumtrieben .... Unterhaltung pur sag ich da nur!
Zum Schluss haben wir uns überlegt nach jedem bereisten Land ein kleines Fazit zu geben. Dabei kommt Thailand als unser erstes Reiseland recht gut weg.
Zuerst mal würden wir sagen, dass Thailand sich in unseren Augen sehr gut als erstes Land für eine Rundreise in Südostasien eignet. Das hat damit zutun, dass es ein Dreh- und Angelpunkt für die meisten Backpacker ist, relativ gute Standards hat und trotzdem eine große Vielfalt bietet. Man kriegt einen angenehmen ersten Einblick wobei der Kulturschock nicht ganz so heftig ist als würde man vielleicht in Laos anfangen.
Gleichzeitig prägt der Tourismus das Land sehr stark und gerade im Süden des Landes findet man viele Pauschaltouristen die sich leider auch dementsprechendverhalten. Wer Party und Strand jeden Tag mag ist richtig dort. Trotzdem sollte man nicht vergessen, das man auch im Süden unglaublich schöne Natur sehen kann.
Besser gefallen hat und im Endeffekt aber der Norden Thailands der mit Charme und Kultur punkten konnte. Viele thailändische Künstler und Studenten lassen sich dort nieder und das merkt man wenn man durch die Straßen läuft.
Zuletzt müssen wir zugeben, dass unser Eindruck von den Thailändern selber nicht der Beste ist. Wir haben leider viele unfreundliche Einheimische getroffen wodurch blöderweise so ein Grundmisstrauen gegenüber der Bevölkerung entsteht. Zum Glück haben wir zwischendurch dann doch mal sehr hilfsbereite und offene Thais kennen gelernt, die unser Vertrauen aufrecht erhalten haben.

















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