1.5 Monate Freiwilligenarbeit erfolgreich beendet!
In Haiphong haben wir nochmal schöne zwei Wochen verbracht!
Im Vergleich zu dem Projekt bei dem wir zuvor geholfen haben, ist die Atmosphäre hier viel familiärer. Das liegt vor allem daran, dass die Stadt selber kleiner ist, es weniger Freiwillige gibt und alle Studenten und Lehrer zusammen wohnen. Außerdem gibt es zwei richtige Aufenthaltsräume, die uns in Hanoi ab und zu schon gefehlt haben.
Das Projekt wird von zwei Männern und einer Frau geleitet, die alle noch unter 30 sind. Die Leute sind hier wirklich alle zuckersüß, versuchen uns immer alles recht zu machen sodass es manchmal schon fast unangenehm ist wie gut wir hier behandelt werden.
Unseren Aufenthalt haben wir ehrlicherweise viel damit verbracht einfach nur rumzugammeln, Filme zu gucken, mit den anderen Mitbewohnern zu quatschen und mit unserer täglichen Stunde Englischunterricht.
Außerdem war die erste Woche ziemlich (verhältnismäßig) kalt, was uns nicht gerade motiviert hat raus zu gehen... (und nein, Heizungen gibt es hier grundsätzlich nicht)
Dementsprechend haben wir vor allem nette Straßenrestaurants kennen gelernt, das klassische Sightseeing haben wir diesmal übersprungen. Was wir jedoch sagen können ist, dass Haiphong eine wichtige Hafenstadt ist und ein Museum hat, welches viele ausgestopfte Tiere zeigt.
Über das Wochenende sind wir dann mit einem unserer Schüler nach Cat Ba Island gefahren, etwas abseits von der überlaufenen Halong Bucht. Per Motorbike ging es circa 2 Stunden in die kleine Küstenstadt. Die Temperaturen waren immer noch auf dem Tiefstand, sodass wir ziemlich durchgefroren ankamen. Nach dem Mittagessen haben wir uns dann auf den Weg zu einem Nationalpark gemacht, wo wir nach einer Wanderung einen Aussichtspunkt erreichten. Das Beste: endlich war uns wieder warm!
Zurück in Cat Ba City ging es für uns auf einen langen Spaziergang, der über eine Art Rundweg entlang der Strände führte.
Unseren Abend haben wir dann in einem Café mit heißer Schokolade und Schiffe versenken verbracht.
Am nächsten Tag sind wir zu einem weiteren Viewpoint namens Cannon Fort gewandert und nachmittags an den Stränden spazieren gegangen.
Cat Ba Island war wirklich sehr schön, doch ein zwei Pullis mehr wären von Vorteil gewesen ;-)
Am Sonntag stand dann die Hochzeit von der Organisatorin des Projektes an. Zu dieser wurden wir schon im Vorfeld eingeladen und wir haben uns beide sehr gefreut.
Eine Hochzeit hier hat einen etwas geringeren Stellenwert und auch der Ablauf unterscheidet sich. Es gab zwei Feiern, eine im Haus des Bräutigams und eine im Haus der Braut, die beide gegen 8 Uhr morgens mit einem großen Festmahl beginnt. Dabei darf der traditionelle Reisschnaps natürlich nicht fehlen.
Nach einigen Stunden kommt die Gesellschaft des Mannes zum Haus der Frau und der erste Teil der Zeremonie beginnt. Dies beinhaltete das Austauschen von Ketten und Ringen mit der Schwiegermutter, einer Rede und natürlich ... Karaokeeinlagen!
Daraufhin geht die gesamte Feier zum Haus des Mannes wo die Prozedur wiederholt wird und dann war die Hochzeit gegen 14 Uhr auch schon zu Ende.
Wir haben uns im Vorhinein traditionelle vietnamesische Kleidung für den Tag ausgeliehen, diese wurde von den engsten Familienmitgliedern getragen.
Insgesamt eine sehr coole Erfahrung!
Damit ist unsere Freiwilligenarbeit als Englischlehrer nun vorbei und am Donnerstag machen wir uns wieder ans "Backpacken"! Next stop: Zentralvietnam






















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