Wochenendtrip nach Sapa und auf den Fansipan

Übers Wochenende haben wir uns 'frei' genommen um zusammen mit einem weiteren Freiwilligen, Bahnu ein 21-jähriger Inder, nach Sapa zu reisen.


Sapa liegt im Norden Vietnams und ist berühmt für seine Lage umgeben von Bergen als auch für regelmäßiges Regenwetter. Die Hauptattraktion ist der Fansipan Mountain, auch bekannt als 'roof of Indochina'. Mit seinen 3134 Metern ist er einer der höchste Berg in Südostasien.
Wir hatten ein mega schönes Hostel welches an einem Abhang gebaut wurde, mit einer großen Glaswand zu den Bergen hin.

Es war ein gutes Gefühl mal wieder in einem Hostel zu schlafen, aber vor allem haben wir (zu diesem Zeitpunkt noch) die frische Luft und die kühlen Temepraturen (9-15 °C) genossen.



Sonntagmorgen begannen wir gemeinsam mit einem israelischen Paar, Bhanu, einer Vietnamesin und unserem Guide den Aufstieg des Fansipan.



Für den ersten Tag waren 800 Höhenmeter vorgesehen, mit kleinen Pausen und einer Mittagspause mit leckeren Baguettes. Wir hatten super Glück mit dem Wetter und dementsprechend gute Sicht auf die wunderschöne Natur.

Die meiste Zeit konnten wir einen mehr oder weniger gemachten Weg und Stufen entlang wandern, zwischendurch wurden wir durch hohe Anstiege und rutschige Abhänge herausgefordert, die es in sich hatten, sodass wir gegen Ende des Tages echt an unsere Grenzen gekommen sind. Gegen 16 Uhr sind wir an unserer 'Unterkunft' für die Nacht angekommen. Mit Unterkunft waren dunkle Holzhütten ohne Strom oder wirkliches fließendes Wasser und mit simplen Schlafsäcken auf dem Boden gemeint.

Da die Sonne schon gegen halb 6 untergeht wurde es schon bald dunkel und auch die Temperatur sank rasch. Den Abend bei 5°C, hungrig und verschwitzt vom Tag zu verbringend war auf jeden Fall eine Erfahrung, die wir nicht vergessen werden haha...

Nach dem Abendessen sind wir schnell in unsere warmen doppelten Schlafsäcke gefallen, denn ohne Strom ließ sich nicht mehr so viel anstellen. Die Nacht war erstaunlich angenehm, die Schlafsäcke haben uns aufgetaut und die frische Luft hatte eine entspannende Wirkung, sodass wir gut einschlafen konnten.

Um 4:40 Uhr, hieß es dann Frühstück! Mit einer Nudelsuppe gestärkt haben wir die letzten 400 Höhenmeter des Fansipan erklimmt, pünktlich zum Sonnenaufgang.
Oben angekommen haben wir das erste Mal realisiert wie hoch wir eigentlich sind und obwohl es ein wenig regnerisch war, hatten wir eine weite Aussicht über die Berge und von Wolken bedeckte Täler.


Wir hatten den Gipfel für uns, denn die Gondel (von der österreichischen Firma Doppelmayer vor drei Jahren erbaut) die sonst täglich hunderte von Touristen auf den Fansipan befördert startet erst gegen 9 Uhr. So konnten wir die Aussicht in Ruhe genießen, ohne drölfzig Selfiesticks vorm Gesicht zu haben.

Unser Guide, der aus einem der umliegenden Bergdörfer kommt, hat erzählt, dass es jedes Jahr einen Bergmarathon gibt, bei dem vietnamesische Sportler den Berg innerhalb vier Stunden rauf und runter sprinten. Wer sich das freiwillig antut wissen wir auch nicht ...












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